Promotionsinteressierte
Sie denken darüber nach, an der LMU ein Promotionsprojekt zu beginnen? Im Folgenden finden Sie allgemeine Informationen, Hinweise zu ersten Schritten sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Sie denken darüber nach, an der LMU ein Promotionsprojekt zu beginnen? Im Folgenden finden Sie allgemeine Informationen, Hinweise zu ersten Schritten sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Die LMU eröffnet eine Vielzahl an Promotionsmöglichkeiten in mehr als 100 Fächern. Jedes Jahr werden an der LMU rund 1.300 Promotionen abgeschlossen.
Die Promotion dient laut Hochschulgesetz (BayHIG) dem "Nachweis der Befähigung zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit". Voraussetzungen für die Verleihung eines Doktorgrades sind:
Wenn Sie eine Promotion an der LMU planen, müssen Sie zunächst selbstständig herausfinden, ob es an der LMU einen zu Ihrem Promotionsvorhaben passenden Fachbereich gibt. Sehen Sie sich dazu die Websites der Fakultäten an.
Die LMU hat 18 Fakultäten mit einem sehr breiten Fächerspektrum, aber nicht alle Fächer sind an der LMU vertreten.
Um herauszufinden, ob Sie die Voraussetzungen für eine Promotion im gewählten Fach erfüllen, prüfen Sie bitte die entsprechende Promotionsordnung. Sie gelangen zur Promotionsordnung, indem Sie im Studiengangsfinder beim jeweiligen Fach auf "Details anzeigen" klicken und dann zu "Prüfungs- und Studienordnungen" gehen.
In der Regel ist ein Masterabschluss oder ein äquivalenter Abschluss im Promotionsfach Voraussetzung für eine Promotion, es gibt aber auch Ausnahmen.
Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die in der Promotionsordnung genannten Voraussetzungen erfüllen, klären Sie bitte im Gespräch mit einem potentiellen Betreuer oder einer potentiellen Betreuerin (s. den Punkt "Bewerben" weiter unten), ob eine Promotion an der LMU für Sie möglich ist.
Prüfen Sie nun, welche Promotionsformen in Ihrem Fachbereich angeboten werden. Es kann sein, dass
Individualpromotion
Die meisten Promotionen erfolgen in Deutschland in der Form einer sogenannten Individualpromotion. Diese erfordert von Ihnen ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Motivation. In der Regel suchen Sie sich selbstständig eine Betreuerin oder einen Betreuer für Ihr Promotionsvorhaben. In einigen Fächern wird außerdem erwartet, dass Sie das Thema vorschlagen, das Sie in Ihrer Dissertation bearbeiten möchten (evtl. ist auch die Vorlage eines Exposés erforderlich).
Bei einer Individualpromotion gibt es kein verpflichtendes Curriculum. Eventuell müssen Sie aber, je nach Promotionsordnung, bestimmte Leistungen erbringen. In der Regel können Sie darüber hinaus auf individueller Basis an Lehrveranstaltungen oder überfachlichen Weiterbildungsangeboten teilnehmen. Es gibt keinen festgelegten Zeitrahmen für die Bearbeitung des Promotionsprojekts.
Übersicht über die Promotionsfächer der LMU
Strukturiertes Promotionsprogramm
Promotionsprogramme bieten einen strukturierten Rahmen für die Anfertigung von Dissertationen. Während einige Programme auf eine bestimmte Forschungsfrage fokussieren, sind andere thematisch offener konzipiert. Die Programme werden in der Regel von mehreren Hochschullehrer*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen gemeinsam getragen. Die Betreuung der Promovierenden erfolgt meist durch fachübergreifende Betreuungsteams.
Promotionsprogramme sehen in der Regel ein begleitendes Curriculum mit fachlichen und überfachlichen Veranstaltungen sowie Vernetzungsmöglichkeiten auf nationaler und internationaler Ebene vor. Einige Programme bieten den Teilnehmenden darüber hinaus auch Finanzierungsmöglichkeiten.
Übersicht über die strukturierten Promotionsprogramme der LMU
Strukturiertes Promotionsprogramm
Falls Sie an einem Promotionsprogramm teilnehmen möchten, prüfen Sie bitte die Bewerbungsvoraussetzungen und -fristen auf der Website des jeweiligen Programms. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an das Programm.
Die Auswahl der teilnehmenden Promovierenden erfolgt über ein kompetitives Auswahlverfahren.
Individualpromotion
Es gibt an der LMU keine zentrale Stelle, die Bewerbungen für Individualpromotionen entgegennimmt.
Falls Sie an einer Individualpromotion interessiert sind, identifizieren Sie bitte selbstständig eine Person, die in fachlicher Hinsicht an der Betreuung Ihres Promotionsprojekts interessiert sein könnte. Als Promotionsinteressent*in sollten Sie sich mit Ihrem Fach bzw. Forschungsgebiet zunächst entsprechend vertraut machen. Betreuungsberechtigt sind in der Regel Professor*innen und Privatdozent*innen, es gibt aber auch Ausnahmen.
Nehmen Sie dann Kontakt zu dem potentiellen Betreuer oder der potentiellen Betreuerin auf. Es gibt keinen standardisierten Weg, wie diese Kontaktaufnahme zu erfolgen hat. Möglicherweise wird erwartet, dass Sie bereits ein Exposé für Ihr Promotionsvorhaben vorweisen können.
Wir empfehlen Ihnen, im Gespräch mit der potentiellen Betreuerin oder dem potentiellen Betreuer neben fachlichen Fragen auch die gegenseitigen Erwartungshaltungen zu klären. Verständigen Sie sich darüber, wie viel Zeit Sie in das Promotionsprojekt investieren können, wie eigenständig Sie arbeiten, wie häufig Sie Feedback erhalten werden, ob Ihre Sprachkenntnisse ausreichen, ob Sie noch weitere fachliche oder überfachliche Kenntnisse oder Kompetenzen erwerben sollten usw. Als Anhaltspunkte können Ihnen der Code of Practice (PDF, 638 KB) sowie das Muster für eine Betreuungsvereinbarung (PDF, 255 KB) dienen.
Wenn ein*e Hochschullehrer*in zustimmt, Ihr Promotionsprojekt zu betreuen, erhalten Sie von ihm*ihr entweder eine schriftliche Betreuungszusage oder Sie schließen gemeinsam eine Betreuungsvereinbarung ab (je nach Promotionsordnung).
Strukturiertes Promotionsprogramm
Nach einer erfolgreichen Bewerbung werden die Teilnehmenden durch das Promotionsprogramm bei den weiteren administrativen Schritten unterstützt. Bitte beachten Sie, dass die Aufnahme in ein Promotionsprogramm nicht immer automatisch auch die zusätzlich erforderliche Annahme als Doktorand*in an der Fakultät beinhaltet. In der Regel muss diese gesondert beantragt werden.
Individualpromotion
Mit einer Betreuungszusage oder Betreuungsvereinbarung (s. den Punkt "Bewerben" weiter oben) und weiteren Unterlagen können Sie beim zuständigen Promotionsausschuss einen Antrag auf Annahme als Doktorand*in stellen. Bitte wenden Sie sich dazu an das zuständige Dekanat/Prüfungsamt. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erhalten Sie vom Dekanat/Prüfungsamt einen Bescheid über die Annahme als Doktorand*in (ggf. mit Auflagen). Dieser Bescheid ist Voraussetzung für eine Immatrikulation.
Eine Immatrikulation im Promotionsstudium ist nach Bayerischem Hochschulinnovationsgesetz (BayHIG) für maximal acht Semester möglich. Die Arbeit an der Dissertation ist jedoch nicht auf acht Semester begrenzt.
Ob eine Immatrikulationspflicht besteht, können Sie der jeweiligen Promotionsordnung entnehmen (s. den Punkt "Promotionsordnung prüfen" weiter oben). Die Immatrikulation erfolgt entweder bei der Studentenkanzlei oder beim International Office.
Wenn mindestens eine der folgenden Voraussetzungen zutrifft, immatrikulieren Sie sich bitte bei der Studentenkanzlei:
Wenn keine der oben genannten Voraussetzungen zutrifft, stellen Sie bitte zunächst einen "Antrag auf Zulassung zur Universität" beim International Office. Nach Erhalt eines Zulassungsbescheids können Sie sich beim International Office immatrikulieren.
Für das Promotionsstudium fallen keine Studiengebühren an. Im Falle einer Immatrikulation müssen jedoch semesterweise Beiträge für das Studierendenwerk gezahlt werden.
In jedem Fall müssen Sie sich selbstständig darum kümmern, dass Ihr Lebensunterhalt gesichert ist. Wir empfehlen Ihnen, dies ggf. bereits vor Ihrem Umzug nach Deutschland zu erledigen, da Bewerbungen viel Zeit in Anspruch nehmen können und nicht immer erfolgreich sind.
Wenn Sie eine Promotion anstreben, stehen Ihnen verschiedene Wege zur Finanzierung offen. Die passende Option hängt auch von Ihrem Fachgebiet, Ihrem Thema und Ihrer persönlichen Situation ab:
Neben den Kosten für den Lebensunterhalt können je nach Promotionsprojekt weitere Kosten für Geräte, Bücher, Materialien, Forschungsreisen usw. anfallen. Bitte klären Sie vor Beginn Ihres Promotionsprojekts, ob diese Kosten durch Ihre Anstellung bzw. Ihr Stipendium abgedeckt sind, bzw. prüfen Sie rechtzeitig, wie Sie sie ansonsten decken können.
Das GraduateCenterLMU kann aus Kapazitätsgründen leider keine individuelle Finanzierungsberatung anbieten. Bitte recherchieren Sie selbstständig nach Finanzierungsmöglichkeiten.
Nicht zuletzt sollten Sie sich vor Beginn eines Promotionsprojekts ernsthaft mir der Frage beschäftigen, warum Sie eine Promotion anstreben und was dieses Vorhaben für Sie in den kommenden Jahren konkret bedeuten wird.
Die Gründe, weshalb Graduierte ein Promotionsprojekt beginnen, sind vielfältig. Einige sind einfach von wissenschaftlicher Neugier getrieben und möchten selbständig ein Forschungsprojekt bearbeiten, verbinden damit zunächst aber kein konkretes Berufsziel. In einigen Bereichen ist eine Promotion eine unabdingbare Voraussetzung für den Berufseinstieg, während sie in anderen Berufen ein wichtiger einzelner Baustein für die geplante Karriere sein kann. Für einige Promovierende besteht die Motivation für eine Promotion darin, nach Abschluss des Studiums weiterhin an der Universität zu bleiben und sich nicht auf dem noch unbekannten außeruniversitären Arbeitsmarkt orientieren zu müssen.
Fragen, die Sie sich beispielsweise stellen könnten:
In den meisten Promotionsordnungen ist ausdrücklich geregelt, ob Englisch als Sprache für die Dissertation bzw. die mündliche Prüfung zugelassen ist. Prüfen Sie also zunächst die entsprechende Promotionsordnung (s. den Punkt "Promotionsordnung prüfen" weiter oben). Vereinbaren Sie außerdem ggf. mit Ihrer Betreuerin oder Ihrem Betreuer, dass Sie Ihre Dissertation auf Englisch verfassen werden. Bitten Sie sie*ihn um ein kritisches Feedback, ob Ihre Englischkenntnisse dafür ausreichend sind (unabhängig von eventuell vorliegenden Sprachzertifikaten).
Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, genügend Deutschkenntnisse zu erwerben, damit Sie administrative Belange im Alltag und im Promotionskontext verstehen können. Auch für einen Berufseinstieg in Deutschland können Deutschkenntnisse je nach Branche unabdingbar sein.
Deutschkurse werden unter anderem von den LMU-nahen Einrichtungen Deutschkurse bei der Universität München e.V. und Deutsch-Uni Online angeboten.
Die Frage, welche Sprachnachweise für eine Promotion an der LMU nachgewiesen werden müssen, kann nicht pauschal beantwortet, sondern nur im Einzelfall geklärt werden, in der Regel im Gespräch mit der künftigen Betreuerin oder dem künftigen Betreuer.
Unabhängig von Zertifikaten sollten Sie vor Beginn Ihres Promotionsprojektes klären, ob Ihre Fremdsprachenkenntnisse in Deutsch, Englisch oder je nach Thema weiteren Sprachen für Ihr Promotionsvorhaben ausreichen. Bitten Sie Ihre Betreuerin bzw. Ihren Betreuer um ein kritisches Feedback und klären Sie, wie Sie fehlende Sprachkenntnisse ggf. promotionsbegleitend erwerben können.
Einige Promotionsordnungen sehen verpflichtend eine Immatrikulation für einen bestimmten Zeitraum vor. Für eine Immatrikulation in den Geisteswissenschaften ist der Nachweis deutscher Sprachkenntnisse erforderlich. Dieser Nachweis kann auf Antrag Ihres Betreuers bzw. Ihrer Betreuerin evtl. erlassen werden.
Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, genügend Deutschkenntnisse zu erwerben, damit Sie administrative Belange im Alltag und im Promotionskontext verstehen zu können. Auch für einen Berufseinstieg in Deutschland können Deutschkenntnisse je nach Branche unabdingbar sein.
Deutschkurse werden unter anderem von den LMU-nahen Einrichtungen Deutschkurse bei der Universität München e.V. und Deutsch-Uni Online angeboten.
Wie Sie Ihre Promotion in Kooperation mit einer anderen deutschen Universität oder einer Hochschule für angewandte Wissenschaften durchführen können, entnehmen Sie bitte der für Sie gültigen Promotionsordnung (s. den Punkt "Promotionsordnung prüfen" weiter oben).
In bestimmten Fällen kann ein Promotionsverfahren gemeinsam mit einer ausländischen Universität bzw. Fakultät durchgeführt werden (Co-tutelle). Nähere Angaben finden Sie gegebenenfalls in der für Sie gültigen Promotionsordnung (s. den Punkt "Promotionsordnung prüfen" weiter oben).
Falls Sie planen, Ihre Promotion in Kooperation mit einem Unternehmen durchzuführen, klären Sie bitte vorab die Rahmenbedingungen.
Bei Fragen zu einer kooperativen Promotion wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Dekanat/Prüfungsamt.
Ob Sie Ihr Promotionsprojekt an der LMU vom Ausland aus durchführen können, müssen Sie mit Ihrem Betreuer bzw. Ihrer Betreuerin klären. Da eine Immatrikulation an der LMU in einigen Fakultäten Voraussetzung für die Promotion ist und diese eine deutsche Postanschrift voraussetzt, prüfen Sie bitte die für Sie gültige Promotionsordnung (s. den Punkt "Promotionsordnung prüfen" weiter oben) und klären Sie ggf. die Voraussetzungen für die Immatrikulation mit der Studentenkanzlei bzw. dem International Office (s. den Punkt "Immatrikulieren" weiter oben).
Besprechen Sie außerdem mit Ihrer Betreuerin bzw. Ihrem Betreuer, wie Sie gegebenenfalls trotz der räumlichen Distanz in Kontakt bleiben können und wie Feedbackgespräche stattfinden werden.
Wenn Sie Ihr Promotionsprojekt an einer Hochschule im Ausland durchführen und für einen vorübergehenden Forschungsaufenthalt an die LMU kommen möchten, benötigen Sie einen Kontakt zu einem entsprechenden Fachbereich an der LMU, den Sie selbst herstellen müssen.
Sobald Sie sich mit dem entsprechenden Fachbereich über einen Forschungsaufenthalt verständigt haben, können Sie bei LMU Gateway Informationen zu administrativen Themen finden und sich bei Fragen dorthin wenden.
Je nach Fakultät werden an der LMU folgende Doktorgrade verliehen:
Internationale Promotionsinteressierte finden bei LMU Gateway Informationen zu Visumsangelegenheiten sowie zu weiteren Themen wie Unterkunftssuche, Bankkonto, Versicherungen usw.